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Rasterfahndung bei Suchanfragen

Berlin. Google habe die IP-Adressen aller US-Nutzer preisgegeben, die nach einem bestimmten Schlagwort gesucht hatten, berichtete das Portal Netzpolitik.org. am Dienstag. Juristen hätten diese Art der polizeilichen Rasterfahndung kritisiert. Die einfache Lösung wäre, die Informationen gar nicht erst zu speichern.

Im Zuge ihrer Ermittlungen fragte die US-Polizei demzufolge nach den Daten aller Nutzer, die kurz vor einem Brandanschlag nach der Wohnanschrift der Betroffenen über Google gesucht hatten. Der Internetmulti gab die Liste der gespeicherten IP-Adressen daraufhin heraus, wie nach Angaben von Netzpolitik.org der Journalist Robert Snell auf Twitter bekanntgemacht hatte. Auch deutsche Behörden würden regelmäßig bei dem Techkonzern um derlei »Hilfe« bitten, so das Portal. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2020, Seite 15, Medien

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