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Nur Ämtersperre für AfD-Rechtsaußen

Stuttgart/Berlin. Der wegen derber Pöbeleien selbst innerhalb der AfD »umstrittene« Partei-Rechtsaußen Dubravko Mandic darf Mitglied bleiben, soll aber in den kommenden zwei Jahren kein AfD-Amt ausüben. Wie der baden-württembergische AfD-Landesvorstand am Montag in Stuttgart bestätigte, waren verschiedene Parteiordnungsmaßnahmen gegen den Lokalpolitiker aus Freiburg geprüft und eine zweijährige Ämtersperre für sinnvoll erachtet worden. »Setzen wir uns mit der Forderung durch, würde Mandic sein Amt im Kreisvorstand verlieren«, hieß es im Landesvorstand. Folgen für sein Mandat als Stadtrat habe dies aber nicht. Mandic hatte im vergangenen Juni auf seiner Facebook-Seite ein Video veröffentlicht, in dem ein Begräbnis mit tanzenden Sargträgern, der Kopf des Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und die Abkürzung R. I. P. zu sehen sind. Im Bundesvorstand war nach Angaben von Mitgliedern des Gremiums zuletzt heftig über den Fall Mandic diskutiert worden. Zu der Frage, ob ein Parteiausschluss hier gerechtfertigt wäre, hatte der Landesvorstand mehrere Gutachten angefordert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2020, Seite 15, Antifaschismus

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