Zum Inhalt der Seite

Empörung über rechten Ansturm auf Bundestag

Berlin. Die versuchte Erstürmung des Reichstagsgebäudes am Sonnabend durch rechte Demonstranten am Rande der Kundgebung gegen die Coronamaßnahmen hat breite Empörung ausgelöst. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte die Aktion scharf als einen »unerträglichen Angriff auf das Herz unserer Demokratie«. Der Kovorsitzende der Bundestagsfraktion von Die Linke, Dietmar Bartsch, dankte der Polizei dafür, den Angreifern den Weg versperrt zu haben. Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, beklagte die Teilnahme faschistischer Gruppierungen bei den Protesten. Für die Überlebenden des Holocausts sei es ein schmerzliches Signal, dass in der BRD Demonstranten immer bedenkenloser mit antisemitischen Verschwörungstheoretikern und Faschisten gemeinsame Sache machten. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2020, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!