Zum Inhalt der Seite

Bericht: Drogenhändler nutzen Instagram

Berlin. Drogenhändler nutzen die Social-Media-Plattform Instagram laut Recherchen von Enthüllungsreportern für Geschäfte mit illegalen Substanzen und verschreibungspflichtigen Medikamenten. Nach zehn »juristisch überwachten Käufen« bei verschiedenen Anbietern habe die Redaktion neben Cannabis u. a. auch Ketamin, Ecstasy, Diazepam, Lean (Zitronenlimonade mit codeinhaltigem Hustensaft und Promethazin) sowie Morphin zugeschickt bekommen. Das berichtete »Strg F«, ein Magazin von »Funk«, dem digitalen Jugendangebot von ARD und ZDF, am Dienstag.

Ein Unternehmenssprecher verwies auf Anfrage von »Strg F« darauf, dass Drogenhandel auf Instagram verboten sei. Der Onlinedienst, der zu Facebook gehört, entferne entsprechende Inhalte, sobald man sie finde. »Zwischen Januar und März hat die Plattform 1,3 Millionen Inhalte entfernt, die im Zusammenhang mit Drogenverkäufen standen.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2020, Seite 15, Medien

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!