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KZ-Gedenkstätte geschändet

Barth. In Mecklenburg-Vorpommern haben Unbekannte die Gedenkstätte für eine Außenstelle des ehemaligen KZ Ravensbrück beschädigt. Polizeikräfte hätten die Zerstörung am Montag abend auf einer Kontrollfahrt entdeckt, wie die Deutsche Presseagentur am Dienstag berichtete. Die Täter sollen Gehwegplatten aus einer Treppe genommen und diese zerschlagen haben. Mit den Bruchstücken seien mehrere Gedenkplatten an einem Mahnmal beworfen worden, die aus Messing und Stahl gefertigt sind. Von den insgesamt acht Tafeln seien sechs zerschrammt und anderweitig beschädigt worden. Die Staatsschutzabteilung der Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

Das Gelände der früheren KZ-Außenstelle im Süden von Barth, wo früher Tausende Kriegsgefangene und Häftlinge im Flugzeugbau arbeiten mussten, ist nicht mit einem Zaun gesichert. Nach Angaben der Stadt waren in dem Lager von 1943 bis 1945 rund 7.000 Menschen inhaftiert. Nach Kriegsende wurde auch ein Massengrab mit mehr als 100 Toten, die aus dem Lager stammten, in dem Ort gefunden. Die Gedenkstätte war 1966 eingerichtet worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2020, Seite 15, Antifaschismus

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