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IS-Sympathisant gesteht Anschläge

Rosenheim/Mühldorf am Inn. Eine Serie von Anschlägen auf türkische Geschäfte im bayrischen Waldkraiburg ist den Ermittlern zufolge aufgeklärt. Ein 25jähriger hat die Taten gestanden. Er sieht sich demnach als Kämpfer des »Islamischen Staates« (IS), steht Türken feindselig gegenüber und plante offenbar weitere Anschläge. Fast zwei Dutzend funktionsfähige Rohrbomben, kiloweise Chemikalien für Sprengstoff und eine Pistole mit Munition sollen im Zuge der Festnahme des Mannes sichergestellt worden sein. Seit April waren in Waldkraiburg die Scheiben dreier türkischer Läden eingeschlagen, durch Brandstiftung in einem Gemüseladen wurden sechs Menschen verletzt. Der in Deutschland geborene Mann, der nun unter anderem wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft sitzt, habe die Taten gestanden. Als Motiv nannte er Hass auf Türken, gepaart mit einer islamistischen Gesinnung, wie der leitende Oberstaatsanwalt Georg Freutsmiedl sagte. Ein Motiv in Zusammenhang mit dem türkisch-kurdischen Konflikt habe er »definitiv verneint«, hieß es. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2020, Seite 4, Inland

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