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Handball

Anzeichen einer Diskriminierung

Berlin. Klubpräsident Reinhard Rauball ist sauer, weil die Handballerinnen von Borussia Dortmund als Tabellenführer in der abgebrochenen Bundesligasaison nicht auch zum Meister gekürt wurden – so wie bei den Männern der THW Kiel. Den Ruhrnachrichten sagte er: »Bei den Männern wird der Spitzenreiter zum Meister ausgerufen, bei den Frauen aber nicht. Das hat Anzeichen einer Diskriminierung, denn es gibt keine sportlichen Argumente für diese Entscheidung.« Die Entscheidung der Handballbundesliga der Frauen (HBF) wurde damit begründet, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs »noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war« und auch das direkte Duell zwischen Bietigheim und Dortmund noch ausgestanden hatte. Anders als in der Handballbundesliga der Männer (HBL), in der Kiel auf Basis der Quotientenregel zum Meister ausgerufen wurde, bleibt der Titel 2020 bei den Frauen deshalb unbesetzt. Auf den Diskriminierungsvorwurf von Rauball wollten die HBF-Verantwortlichen nicht näher eingehen. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.04.2020, Seite 16, Sport

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