Zum Inhalt der Seite

Afghanistan: Zwei Präsidenten, zwei Zeremonien

Kabul. Im Streit über den Ausgang der Präsidentenwahl in Afghanistan beanspruchen Amtsinhaber Aschraf Ghani und sein Rivale, der bisherige Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah, weiterhin beide den Sieg für sich. An diesem Montag wollen sie sich in getrennten Zeremonien jeweils zum Staatschef erklären, hieß es am Sonntag aus beiden Lagern. Die Vereidigung Ghanis werde im Präsidentenpalast stattfinden, teilte ein Sprecher mit. Hunderte afghanische und ausländische Gäste seien eingeladen. Die Präsidentenwahl im September 2019 hatte Ghani laut Mitteilung der Wahlkommission vom 18. Februar mit 50,64 Prozent der Stimmen gewonnen. Abdullah besteht auf einer Überprüfung von 300.000 Stimmen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.03.2020, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!