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Möritz aus CDU ausgetreten

Magdeburg. Der wegen seiner früheren Aktivitäten in der Neonaziszene bekanntgewordene CDU-Kreisvorstand Robert Möritz (jW berichtete) ist aus der Partei ausgetreten. Das sagte der Generalsekretär der CDU Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, am Freitag auf Anfrage. In einer schriftlichen Austrittserklärung teilte Möritz seinen »sofortigen« Austritt aus der CDU mit. Den »Werten« der CDU fühle er sich aber weiter »zutiefst verbunden«. Möritz trat aus, nachdem der Landesvorstand ihn aufgefordert hatte, seine Verbindungen in die Neonaziszene offenzulegen. Die Landes-SPD begrüßte den Schritt. »Fatal« sei allerdings, dass die CDU »für eine solche politische Figur vor sechs Tagen noch die Koalition platzen lassen wollte«, sagte die Vizevorsitzende Katja Pähle am Freitag. Die CDU hatte nach Kritik der Grünen am Umgang mit Möritz zunächst das Regierungsbündnis mit SPD und Grünen in Frage gestellt. (dpa/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.12.2019, Seite 1, Inland

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