Zum Inhalt der Seite

Heul doch, Nazi

Köln. Weil Heimfans den ukrainischen Fußballer Roman Sosulja als »Nazi« beschimpften, wurde das spanische Zweitligaduell zwischen Rayo Vallecano und Albacete Balompié am Sonntag abend nach der torlosen ersten Halbzeit nicht wieder angepfiffen. Sosulja war im Sommer 2017 von Betis Sevilla zu Rayo transferiert worden, nach Protesten der linken Fans des Madrider Vorortklubs aber umgehend wieder vor die Tür gesetzt. Sosulja soll rechte Paramilitärs in seiner Heimat unterstützt haben. »Ich unterstütze nur mein Land«, hatte er in einem Interview dazu erklärt. Sosulja habe in der Kabine geweint und sei »völlig zusammengebrochen«, meinte Albacetes Vizepräsident Victor Varela. TV-Bilder zeigen jedoch, wie der Ukrainer die linken Fans auf dem Weg in die Umkleide provoziert. Rayo-Präsident Raul Martin Presa sprach von einem »traurigen Abend für Rayo und den Sport«. (sid/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.12.2019, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!