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Fußball

Repression kreativ

Lübeck. Der Vorschlag aus Baden-Württemberg, Randalierern bei Sportveranstaltungen zur Strafe künftig auch den Führerschein entziehen zu können, hat bei der Innenministerkonferenz in Lübeck gemischte Reaktionen hervorgerufen. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte zwar, dass Pyrotechnik im Stadion hart sanktioniert werden müsse. »Aber es muss ein Zusammenhang zwischen Tat und Strafe bestehen.« Die Idee hatte vor der Konferenz Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) vorgebracht. Zuspruch bekam er von Parteikollegen wie etwa dem hessischen Minister Peter Beuth. NRW-Ressortchef Herbert Reul (CDU) sprach von einer »kreativen Idee«: »Alles, was seit Jahren hier rumgebrabbelt wird, hat zu keinem Ergebnis geführt.« Gastgeber Hans-Joachim Grote (CDU) mahnte zur Besonnenheit. Er erinnerte daran, dass es bereits seit zwei Jahren möglich sei, auch Delikte jenseits des Straßenverkehrs mit Fahrverboten zu bestrafen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.12.2019, Seite 16, Sport

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