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30.10.2019
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Leiharbeiter wehrt sich vor Gericht
München. Vor dem bayerischen Landesarbeitsgericht wurde am Dienstag mit der mündlichen Verhandlung der Berufungsprozess um die Kündigung eines sächsischen Leiharbeiters, der sich bei BMW gegen angebliche rassistische Äußerungen gewehrt hat, begonnen. Den Vorschlag, sich gütlich zu einigen, lehnte der Leiharbeiter ab. »Es geht um Alltagsrassismus. Als Kind der DDR sehe ich mir das nicht mit an«, betonte er. Er werde sich nicht mit Geld aus der Sache herauskaufen lassen. »Ich möchte ein Zeichen setzen, dass man nicht wegschauen soll«, sagte er nach der Verhandlung. »Denn wer wegschaut, stimmt zu.« (dpa/jW)
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