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DGB kritisiert Abbau des Solidaritätszuschlags

Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat den geplanten weitgehenden Abbau des Solidaritätszuschlages kritisiert. »Korrekt und vernünftig wäre gewesen, komplett auf den Soliabbau zu verzichten«, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der Neuen Osnabrücker Zeitung (Freitagausgabe). Von einem Wegfall des Soli profitierten »vor allem Reiche und Topverdiener, die das Geld sparen oder anlegen«. Diese Mittel würden gebraucht, um die marode Infrastruktur zu erneuern, etwa für Schulsanierungen, den Breitbandausbau und für die Verkehrswege, sagte Körzell. Der Präsident des Unternehmerverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, forderte dagegen die Streichung des Soli. »30 Jahre nach dem Mauerfall gehört der Solidaritätszuschlag komplett abgeschafft – ohne Wenn und Aber«, sagte er dem Blatt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2019, Seite 5, Inland

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