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LKA: Attentat von 2016 in München rechts motiviert

München. Mehr als drei Jahre nach dem Attentat am »Olympia«-Einkaufszentrum in München, bei dem es neun Todesopfer gab, hat das Bayerische Landeskriminalamt die Bluttat nun als politisch motiviert eingestuft. Bei der Bewertung dürfe die rechtsradikale und rassistische Gesinnung des Täters nicht vernachlässigt werden, teilte das LKA am Freitag mit. Am 22. Juli 2016 hatte der 18jährige Schütze David S. neun Menschen, die meisten mit Migrationshintergrund, und sich selbst erschossen. Es gab mehrere Verletzte. Bisher wurde die Tat als Racheakt eingestuft, obwohl es an der rechten Gesinnung des Schützen keine Zweifel gab. Das LKA erläuterte nun, dass es Anhaltspunkte dafür gebe, dass die Opfer aufgrund ihrer Herkunft ausgesucht worden seien. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.10.2019, Seite 4, Inland

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