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Fußball

Wie Krieg

Seoul. Das koreanische Fußballduell in der WM-Qualifikation hat nicht zur Annäherung geführt – ganz im Gegenteil. Die Südkoreaner erhoben nach dem 0:0 in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang schwere Vorwürfe gegen die Gastgeber. »Das Spiel war wie Krieg. Ich habe nie zuvor eine solche Aggression erlebt«, sagte der südkoreanische Verbandsvizepräsident Choi Young Il , der selbst eine martialische Rhetorik wählte: »Beim nächsten Aufeinandertreffen werden wir sie bestrafen. Wir werden sie bestrafen. Wir haben mehr Talent als sie.« Der frühere Bundesligaprofi Son Heung Min zeigte sich fassungslos und geschockt. »Es gab viele aggressive Momente. Die Nordkoreaner waren extrem angestachelt«, sagte der Stürmer von Tottenham Hotspur: »Ich würde das Ganze am liebsten vergessen.«

Das Spiel im 50.000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ausländische Medien waren für das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in Nordkorea nicht zugelassen, südkoreanische Fans durften nicht anreisen. Die Partie wurde nicht im Fernsehen übertragen. (sid/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.10.2019, Seite 16, Sport

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