Zum Inhalt der Seite

Medien: Langjährige Haft für katalanische Aktivisten

Madrid. Im Prozess gegen führende Aktivisten der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung haben die Richter Medienberichten zufolge den Vorwurf der »Rebellion« fallengelassen. Neun Angeklagte sollen jedoch wegen »Aufruhrs« verurteilt werden, was langjährige Haftstrafen bedeuten könnte, wie unter anderem die spanische Zeitung El País unter Berufung auf Gerichtsquellen berichtete. Kritisiert wurde, dass das Urteil vor der offiziellen Verkündung Anfang dieser Woche bekannt wurde.

Der Prozess gegen die Aktivisten der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung hatte im Februar begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben. Gegen neun der insgesamt zwölf Angeklagten stand der Vorwurf der »Rebellion« im Raum, worauf bis zu 25 Jahre Haft stehen. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.10.2019, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!