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Südamerika

Lebenslange Haft: »Plan Cóndor«-Militärs verurteilt

Foto: Raul Martinez/EPA/dpa
»Marsch der Stille«: Uruguay erinnert an die Opfer der Militärdiktatur zwischen 1973 und 1985 (Montevideo, 20.5.2016)

Montevideo/Rom. Zwei Dutzend ehemalige Offiziere, Polizisten und Zivilisten sind in Abwesenheit wegen Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktaturen in Südamerika zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht in Rom verurteilte in zweiter Instanz 24 Angeklagte aus Uruguay, Chile, Peru und Bolivien wegen Entführung und Mordes, wie das uruguayische Außenministerium am Montag (Ortszeit) mitteilte. Die Verurteilten können gegen das Urteil noch eine weitere Berufung beim Kassationsgericht einlegen.

Die Männer waren demnach in den so genannten Plan Cóndor verwickelt. Unter diesem Codenamen koordinierten in den 70er und 80er Jahren die Geheimdienste und Militärs Argen­tiniens, Brasiliens, Chiles, Uruguays, Paraguays und Boliviens mit der CIA, dem FBI und dem US-Außenministerium die Verfolgung linker Bewegungen sowie die Entführung, Inhaftierung und Ermordung oppositioneller Aktivisten. Einige der Opfer waren italienische Staatsbürger.

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Welche Folgen das Urteil aus Rom hat, war zunächst unklar. Die meisten Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt. Anwesend war nur der italienisch-uruguayische Marineoffizier Néstor Troccoli, der vor allem mit der argentinischen Marine zusammengearbeitet haben soll, um Regimegegner zu verschleppen und zu töten. (dpa/jW)

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Erschienen am 10.07.2019, Ausland

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