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Weltgerichtshof spricht Milizenführer schuldig

Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den kongolesischen Milizenführer Bosco Ntaganda wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen. Der Vorsitzende Richter Robert Fremr nannte Ntaganda zum Ende des dreijährigen Prozesses einen »wichtigen Anführer« im Konflikt um die Rohstoffvorkommen in der Region Ituri im Nordosten der DR Kongo; er habe zwischen 2002 und 2003 Befehle gegeben, »Zivilisten anzugreifen und zu töten«. Nach einem 2008 veröffentlichten Haftbefehl hatte sich der nun Verurteilte 2013 als mutmaßlicher Kriegsverbrecher gestellt und den US-Botschafter in Ruanda um die Überstellung an den Weltgerichtshof gebeten. Während der Verhandlung sagte er: »Ich bin ein Revolutionär, kein Krimineller«. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2019, Seite 6, Ausland

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