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Mehr Verträge, aber weniger Tarifbindung

Düsseldorf. In der deutschen Wirtschaft sind immer weniger Betriebe und Beschäftigte an Tarifverträge gebunden, obwohl die Zahl der Vereinbarungen ständig steigt. Darauf hat die gewerkschaftsnahe Hans-Böck­ler-Stiftung am Montag zum 70. Jahrestag des bundesdeutschen Tarifvertragsgesetzes hingewiesen. Zur Zeit gibt es nach Zählung des stiftungseigenen WSI-Tarifarchivs mit rund 77.000 gültigen Verträgen einen Rekordwert, jährlich würden zudem rund 5.000 neu abgeschlossen. Gleichzeitig seien aber nur noch 55 Prozent der Beschäftigten und 27 Prozent der Betriebe an Tarifverträge gebunden. Die rückläufige Tarifbindung untergrabe die bestehenden Tarifstandards und fördere prekäre Beschäftigung, sagte Tarifleiter Thorsten Schulten. Er kritisierte die Unternehmer für den Aufbau von Verbänden ohne Tarifbindung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2019, Seite 1, Inland

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