Zum Inhalt der Seite

Anklage nach 500 Tagen U-Haft in Türkei

Istanbul. Im Fall des seit fast 500 Tagen ohne Anklageschrift inhaftierten Intellektuellen Osman Kavala hat die Istanbuler Staatsanwaltschaft nun eine Anklageschrift vorgelegt. Das berichteten regierungsnahe Medien am Mittwoch. Kavalas Anwalt Ilkan Koyuncu sagte der Deutschen Presseagentur, das fragliche Gericht müsse das Dokument noch akzeptieren, was vermutlich am Donnerstag passieren werde. Danach könne ein Prozess beginnen. In der 657seitigen Anklageschrift wird Kavala vorgeworfen, an der »Organisation« der regierungskritischen Gezi-Proteste im Jahr 2013 beteiligt gewesen zu sein. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2019, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!