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Putschphantasien: KSK-Soldat suspendiert

Berlin. Die Bundeswehr hat einen Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) suspendiert. Er stehe im Verdacht, »rechtsextremistische Inhalte« in sozialen Medien verbreitet zu haben, sagte eine Sprecherin des Heeres am Freitag. Die Ermittlungen führt der Militärische Abschirmdienst (MAD). Gegen den Mann wurde ein Dienst- und Uniformverbot ausgesprochen. Der Sprecherin zufolge ist der Soldat Mitglied der Division Schnelle Kräfte, zu der auch das KSK gehört. Laut Bild fiel der Oberstleutnant im Zuge der Ermittlungen gegen den extrem rechten Bundeswehr-Soldaten Franco A. auf, der einen Anschlag geplant haben soll. In überwachten Telefonaten soll der KSK-Soldat sinngemäß gesagt haben, der Staat habe die Lage aufgrund der hohen Zahl von Flüchtlingen nicht mehr im Griff. Deshalb müssten die Dinge nun selbst in die Hand genommen werden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2019, Seite 4, Inland

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