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G-20-Gipfel: Daten aus Überwachung zu löschen

Hamburg. Die Daten, die bei den Ermittlungen zu möglichen Straftaten am Rande des G-20-Gipfels 2017 durch den Einsatz einer Gesichtserkennungssoftware gesammelt worden waren, sollen nun gelöscht werden. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat am Dienstag die Löschung der biometrischen Referenzdatenbank angeordnet, in der sogenannte Gesichtsabdrücke Tausender Menschen digital erfasst sind.

Caspars Beanstandung vom August hatte Innensenator Andy Grote (SPD) zurückgewiesen. Da die Software nach wie vor eingesetzt werde, sei nunmehr der Erlass jener rechtsverbindlichen Anordnung erforderlich, teilte Caspar mit. Der Fall dürfte nun vor dem Verwaltungsgericht landen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2018, Seite 4, Inland

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