-
19.10.2018
- → Ausland
Rom und Wien streiten um Südtirol
Bolzano. Ein Vorschlag Österreichs, Bürgern der italienischen Provinz Südtirol die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen, verärgert die Regierung in Rom. »Sie können nicht ohne unsere Zustimmung Pässe ausgeben«, wies Innenminister Matteo Salvini den Vorstoß des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz zurück. »Eine doppelte Staatsbürgerschaft wird es nicht geben.«
Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2014 bezeichnen sich 64 Prozent der Südtiroler als deutschsprachig, 27 Prozent sprechen vorwiegend Italienisch und vier Prozent Ladinisch. Am Sonntag finden in der autonomen Provinz im Norden Italiens Landtagswahlen statt. (AFP/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
