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Urteil des Obersten Gerichts
Indien legalisiert Homosexualität
Neu-Delhi. In Indien soll gleichgeschlechtlicher Sex nicht mehr bestraft werden. Das entschied das Oberste Gericht des asiatischen Landes nach Angaben von Rechtsanwälten und Aktivisten am Donnerstag. Die Richter hätten befunden, eine Kriminalisierung sexueller Handlungen verstoße gegen die indische Verfassung, sagte Rechtsanwalt Pranav Prakash, der am Gericht anwesend war. Mit ihrer Entscheidung strichen die Richter Paragraphen 377 teilweise aus dem indischen Strafgesetzbuch. Nach dem Passus aus dem Jahr 1862 konnten homosexuelle Akte mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden, auch wenn sie im Privaten und mit Einverständnis unter Erwachsenen stattfanden. (dpa/jW)
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