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Audi-Chef wollte Ermittlungen behindern

München. Der in Untersuchungshaft sitzende Audi-­Chef Rupert Stadler soll versucht haben, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu behindern. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung am Sonnabend. Die Staatsanwaltschaft München II habe Ende Mai ein Verfahren wegen Betrugsverdachts gegen den Vorstandschef eingeleitet und anschließend mit richterlicher Erlaubnis auch noch einen Lauschangriff gestartet, der zu einem Haftbefehl wegen des Vorwurfs der Verdunkelung führte. Stadler hatte dem Haftbefehl zufolge am 8. Juni einen Managerkollegen von Porsche in Stuttgart angerufen. Der Audi-Chef soll in dem Telefonat überlegt haben, wie er einen möglichen, indes noch gar nicht ausfindig gemachten Informanten maßregeln könne. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2018, Seite 5, Inland

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