Zum Inhalt der Seite

BND überwachte auch deutsche Unternehmen

Hamburg. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat mindestens ab dem Jahr 2000 Ableger deutscher Unternehmen im europäischen Ausland überwacht. Zielobjekte der Spionage seien Dutzende Firmen in der Europäischen Union, deren Muttergesellschaften »in deutscher Hand sind«, wie der Spiegel (Onlineausgabe) am Freitag berichtete. Darunter sollen die spanische Filiale eines Weiterbildungsbetriebes für die Automobilindustrie in Nordrhein-Westfalen, die niederländische Firma eines Spezialtransporteunternehmens am Niederrhein und ein Chemieunternehmen aus Österreich – seit 2001 vollständige Tochter des Bayer-Konzerns – gewesen sein.

Diese Spionagetätigkeiten seien »über viele Jahre hinweg« auch an den Kontrollgremien des Bundestags vorbei durchgeführt worden, wie Thorsten Wetzling von der Denkfabrik »Stiftung Neue Verantwortung« dem Spiegel sagte. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2018, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!