Zum Inhalt der Seite

BüSGM-Preis

Am Sonntag wurde in Berlin der »Preis für Solidarität und Menschenwürde 2018« an die Brecht-Sängerin Gina Pietsch und den früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten der DDR Hans Reichelt verliehen. Das Bündnis für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde (BüSGM) zeichnete damit zwei antifaschistische Persönlichkeiten aus, die sich der antirussischen Kampagne und der gestiegenen Kriegsgefahr entgegenstellen, auch aufgrund ihrer eigenen persönlichen Geschichte. Eine sowjetische Ärztin rettete dem Vater von Gina Pietsch das Leben, als er im Zweiten Weltkrieg verwundet worden war. Hans Reichelt wurde in sowjetischer Kriegsgefangenschaft zum Antifaschisten. Er trat in die Demokratische Bauernpartei ein und wurde in der DDR erst Minister für Land- und Forstwirtschaft, später Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft. Nach 1989 arbeitete er in der Alternativen Enquetekommission bei Wolfgang Harich mit und war von 1994 bis 2003 Vorsitzender der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung (GRH), deren heutiger Vorsitzender Hans Bauer am Sonntag auf ihn die Festrede hielt.

Gina Pietsch ist eine der großen Sängerinnen der Linken. Sie studierte sowohl bei Gisela May Gesang als auch bei Ekkehard Schall Schauspiel und sang 75 Programme, von denen 31 dem Werk Brechts gewidmet waren. Die Laudatio auf sie hielt Ellen Brombacher, Bundessprecherin der Kommunistischen Plattform in der Linkspartei. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 19.06.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!