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Jeder dritte »Bufdi« bricht vorzeitig ab

Berlin. Seit der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes im Jahr 2011 hat jeder dritte »Bufdi« den Dienst vorzeitig quittiert. Dabei sei die Abbruchrate in den alten Bundesländern deutlich höher als im Osten, berichtete die Saarbrücker Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Regierung, die die Bundestagsfraktion von Die Linke angefordert hatte. Von insgesamt 307.372 Männer und Frauen quittierten im Zeitraum zwischen Juli 2011 und März 2018 genau 98.633 vorzeitig den in der Regel zwölfmonatigen Dienst. Im Westen brachen 35 Prozent frühzeitig ab, im Osten 26 Prozent. Gründe hierfür nannte die Regierung nicht. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2018, Seite 2, Inland

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