-
11.05.2018
- → Inland
Erinnern an Bücherverbrennung
Berlin. Mit einer Lesung auf dem Berliner Bebelplatz haben Künstler, Schriftsteller und Politiker am Donnerstag an die Bücherverbrennung der Nazis vor 85 Jahren erinnert. Unter dem Motto »Lesen gegen das Vergessen« hatten sich unter anderem die Schauspieler Gabriele Streichhahn und Ben Becker, die Journalistin Beate Klarsfeld (Foto), Autor Volker Braun sowie die Musiker Andrej und David Hermlin angekündigt, um aus Werken, die der Zensur der deutschen Faschisten zum Opfer gefallen waren, zu zitieren. »Wir wollen an Schriftstellerinnen und Schriftsteller erinnern, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem heutigen Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden«, hieß es in dem Aufruf. »Ein Rechtsruck hat unser Land, Europa und die Welt verändert«, hieß es weiter. Viele Menschen müssten »öffentlich zeigen, dass sie eine solidarische und friedliche Gesellschaft wollen«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!