Zum Inhalt der Seite

Ärzte für Infoportal zu Abtreibungen

Erfurt. Im Streit über das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche schlägt die Bundesärztekammer eine Informationsplattform im Internet vor. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sagte am Dienstag beim Ärztetag in Erfurt, über ein leicht zugängliches Portal könnten umfassende Auskünfte über den Eingriff, gesetzliche Bestimmungen, Beratungsstellen und durchführende Ärzte bereitgestellt werden. So könne Rechtssicherheit für Ärzte und Frauen hergestellt werden.

Der Ärzteverband wendet sich damit auch gegen eine Streichung des Paragraphen 219a des Strafgesetzbuches, nach dem »Werbung« für den Abbruch verboten ist. Abtreibungsgegner nutzen die Regelung, um Mediziner zu verklagen, die im Internet darüber informieren. Für eine Streichung plädieren Linkspartei und Grüne sowie Beratungsvereine und zahlreiche Mediziner. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.05.2018, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!