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Knausgård macht weiter

Wir hatten schon Karl Ove Knausgårds »autobiographisches Projekt« aus sicherer Entfernung für ein Ding der Unmöglichkeit gehalten, das niemals vollendet würde. Nach gerade einmal sechs Teilen (»Sterben«, »Lieben«, »Spielen«, »Leben«, »Träumen«, »Kämpfen«) war aber auf einmal Schluss. Vielleicht haben wir es sogar mitbekommen und gleich wieder vergessen. Nun hat der Luchterhand-Verlag für Ende Mai zu unserer Überraschung die deutsche Übersetzung des bereits vierten und letzten Teils von Knausgårds »Jahreszeiten-Bänden« angekündigt: »Im Sommer« heißt das Buch. »Mit Aquarellen von Anselm Kiefer«. Und wie gehabt scheint es fernab jeder Vorstellung von Gesellschaft um alles und nichts zu gehen, Hauptsache, es hängt nicht zusammen: »Knausgård schreibt über Wassersprenger und Schnecken, Rote Johannisbeeren und Tränen, über Weidenröschen, den Zirkus, Marienkäfer und das Fischen von Krabben. Er führt auch Tagebuch«, teilt der Verlag über den kommenden Bestseller mit. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2018, Seite 10, Feuilleton

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