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Prozess gegen Neonazi Tino Brandt vertagt

Gera. Ein Strafprozess um Versicherungsbetrug mit 13 Angeklagten vor dem Landgericht Gera ist am Mittwoch vertagt worden. Unter den Beschuldigten ist auch der ehemalige NPD-Funktionär, Gründer des neofaschistischen »Thüringer Heimatschutzes« und V-Mann des Verfassungsschutzes, Tino Brandt.

Zwei Angeklagte waren am Mittwoch nicht vor Gericht erschienen. Während die Anwälte des einen gesundheitliche Gründe für das Fehlen ihres Mandanten nannten, konnten die Verteidiger des anderen nichts zu dessen Aufenthaltsort sagen. Die Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl, nachdem eine Vorführung am Mittwoch gescheitert war.

In dem Verfahren geht es um massenhaften Betrug. Vor allem Krankenkassen und Unfallversicherungen wurden mit fingierten Krankheiten und Unfällen betrogen. Nächster Verhandlungstag ist der 18. April. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2018, Seite 4, Inland

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