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Für das Recht, Kundin zu sein

Saarbrücken. Nach Niederlage vor dem Bundesgerichtshof (BGH) sammelt die Feministin Marlies Krämer jetzt Spenden, um vor das Bundesverfassungsgericht ziehen zu können. Dies teilte die Online-Spendenplattform GoFundMe vergangene Woche mit. Krämer hatte gefordert, auf Formularen der Sparkassen mit der weiblichen Form angesprochen zu werden, also als Kundin bzw. Kontoinhaberin. Der BGH hatte Krämers Beschwerde abgewiesen.

Ziel der am 23. März gestarteten Spendenaktion war es, 3.000 Euro zu sammeln. Am Dienstag waren bereits mehr als 10.000 Euro von 361 Personen zusammengekommen. »Sprache schafft Realität. Sprache kann ausschließen, aufwiegeln, abwerten oder verletzen«, erklärte Krämer. »Gerade jetzt, wo Frauenrechte und vermeintliche Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung wieder auf dem Spiel stehen, müssen wir etwas tun.« (jW)

gofundme.com/kundinnen

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2018, Seite 15, Feminismus

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