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Antifaschist Martin Löwenberg gestorben

München. Einige Wochen vor seinem 93. Geburtstag ist der 1925 in Breslau geborene Münchner Antifaschist und Holocaust-Überlebende Martin Löwenberg am Ostermontag gestorben. Dies teilten Freunde des langjährigen Aktivisten am Mittwoch auf dem Portal Hinter den Schlagzeilen mit. Die kurdische Nachrichtenagentur ANF würdigte Löwenberg am Donnerstag als »bedeutenden Antifaschisten, Widerstandskämpfer, Internationalisten, Kriegsgegner und Freund der kurdischen Bewegung«. Als ehemaliger KZ-Häftling war Löwenberg in der jungen BRD erneut verfolgt und wegen »Rädelsführerschaft« in der 1956 verbotenen Kommunistischen Partei Deutschlands zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Im Jahr 2003 blieb es bei einer Geldstrafe: Er hatte dazu aufgerufen, sich einem Neonaziaufmarsch in den Weg zu stellen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2018, Seite 4, Inland

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