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US-Konzern zahlt nach Umweltklage Millionen

Minneapolis. Der US-Mischkonzern »3 M« hat sich im Rechtsstreit mit dem Bundesstaat Minnesota wegen Vorwürfen jahrzehntelanger Umweltverschmutzung auf einen Vergleich geeinigt. Das für Scotch-Klebeband und Post-it-Sticker bekannte Unternehmen teilte am Dienstag mit, im Rahmen des Kompromisses 850 Millionen Dollar (689 Millionen Euro) in einen Investitionsfonds des Bundesstaats für »Wasserqualität und Nachhaltigkeit« einzuzahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte »3 M« vorgeworfen, Minnesotas Umwelt mindestens 50 Jahre lang durch Fluor­chemikalien geschädigt zu haben, die bei der Herstellung von Scotchgard-Imprägnierspray und anderen Produkten in den Boden gesickert und in den Mississippi gekippt worden sein sollen. Minnesota hatte 2010 auf fünf Milliarden Dollar geklagt. »3 M« legt den Rechtsstreit mit der Millionenzahlung bei, weist die Vorwürfe der Umweltverschmutzung aber zurück. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.02.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

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