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Kalle Gerigk als Schulz-Doppelgänger

Würselen. Die Aktion Arbeitsunrecht und der Mietrebell Kalle Gerigk haben am Samstag auf einem Parkplatz in einem Gewerbegebiet in Würselen Irritationen ausgelöst. Zuvor hatte des Bündnis eine Pressemitteilung verschickt, derzufolge Martin Schulz im Zuge der Proteste vor einer Toys-’r’-Us-Filiale auftreten würde. Ein lokaler Radiosender kündigte daraufhin am Vorabend den in Würselen lebenden SPD-Vorsitzenden an. Insgesamt kamen 40 Personen. Gerigk trat in aufwendiger Verkleidung und Maskierung als der SPD-Chef auf und versprach der unter Union Busting und Lohndumping leidenden Belegschaft eine »radikale Wende der Sozialdemokratie«. Vermittels einer demnächst zu veröffentlichenden »Würselener Erklärung« werde Abhilfe geschaffen. Zudem geißelte er die Praktiken der weltgrößten Spielzeughandelskette bei der Produktion und die Bonuszahlungen von 18 Millionen US-Dollar an ihren CEO David Brandon. Den Anmeldern der Kundgebung zufolge war Schulz tatsächlich angefragt worden, hatte sich aber entschuldigen lassen. (elwi)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2017, Seite 5, Inland

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