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BAMF-Akten offenes Buch für Spione

Nürnberg. Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bestehen offenbar erhebliche Sicherheitslücken beim Schutz der Akten Asylsuchender. Wie die Nürnberger Nachrichten und Die Welt am Dienstag berichteten, werden Aktenzugriffe von 5.000 Mitarbeitern bisher nur wenige Tage gespeichert. Somit könne später nicht mehr nachvollzogen werden, wer die Daten eingesehen hat. Diese Sicherheitslücke könne ein Einfallstor für ausländische Geheimdienste auf der Suche nach Dissidenten sein. Im BAMF-Asylverfahrenssystem »Maris« befinden sich zwei Millionen elektronisch gespeicherte Akten. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2017, Seite 4, Inland

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