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Erinnerungspolitik

Ein Denkmal für die Polen

Am Askanischen Platz im Zentrum Berlins soll möglichst bald ein Denkmal zur Erinnerung an die sechs Millionen Polen errichtet werden, die von 1939 bis 1945 der deutschen Besatzung zum Opfer fielen. Das fordert ein Aufruf, zu dessen 70 Erstunterzeichnern die früheren Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth (CDU) und Wolfgang Thierse (SPD) sowie der Direktor der Topographie des Terrors, Andreas Nachama, gehören. Beim »Denkmal des polnischen Soldaten und des deutschen Antifaschisten« im Ostberliner Volkspark Friedrichshain handle es sich um eines »für die Waffenbruderschaft polnischer Soldaten und deutscher Kommunisten«, erklärte Thierse kürzlich der Berliner Zeitung. »Insofern ist es von polnischer Seite, zumindest von der Mehrheit der Polen, nie akzeptiert worden als ein Erinnerungsmal an die Opfer, die Polen gebracht hat – und das müssen wir ernst nehmen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.11.2017, Seite 10, Feuilleton

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