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Sondierung: Streit um ­Gesichtserkennung

Berlin. Noch vor Beginn der Sondierungsgespräche für eine sogenannte Jamaika-Koalition zeichnet sich ein Streit über die innere Sicherheit ab. Politiker von FDP und Grünen stellten die automatische Gesichtserkennung per Videokamera in Frage, die als wichtiges Projekt der Union gilt. »Eine flächendeckende Gesichtserkennung wäre ein erheblicher Schritt in Richtung Überwachungsstaat«, sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki dem Spiegel laut Vorabbericht vom Freitag. Ähnlich äußerte sich Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz: »Dann würden wir nicht mehr in einem freien Land leben.« Seit dem Sommer testet die Bundespolizei am Berliner Bahnhof Südkreuz Computerprogramme, die in Videoaufnahmen von Menschenmengen Verdächtige erkennen sollen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière verteidigte das Vorhaben. Diese Technik könne »einen enormen Nutzen für die tägliche Arbeit der Polizisten haben«. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.09.2017, Seite 1, Inland

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