Zum Inhalt der Seite

Paris kündigt Glyphosatverbot an

Paris. Die französische Regierung hat angekündigt, den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für die kommenden fünf Jahre komplett zu verbieten. Regierungschef Édouard Philippe habe entschieden, dass das Mittel bis zum Jahr 2022 »in Frankreich verboten« werde, teilte Regierungssprecher Christophe Castaner am Montag mit. Dies umfasse jeglichen Gebrauch, einschließlich der Verwendung in der Landwirtschaft. Die EU-Kommission will die Ende des Jahres auslaufende Zulassung hingegen um zehn Jahre verlängern. Erst am Freitag hatten sich französische Landwirte mit einer Blockade auf den Pariser Champs-Élysées für den Einsatz des Mittels stark gemacht. Die Bauern befürchten, dass bei einem Glyphosatverbot im Land französische Landwirte chancenlos gegen ausländische Konkurrenz wären. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.09.2017, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!