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Autoumrüstung spart Konzernen Steuern

Berlin. Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für Softwarenachrüstungen bei Millionen Dieselautos von der Steuer absetzen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke hervor. »Die den Herstellern entstehenden Kosten sind bilanzrechtlich Betriebsausgaben der Unternehmen«, antwortete Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake in einem Schreiben. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Die Hersteller können somit ihren Gewinn um die Kosten für die durch ihre Betrügereien notwendig gewordenen Nachrüstungen in über fünf Millionen Fällen mindern. Allein bei 100 bis 200 Euro je Fahrzeug wären das branchenweit bis zu eine Milliarde Euro. Damit könnten die Konzerne einen dreistelligen Millionenbetrag an Steuern »sparen«, so die Zeitung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2017, Seite 5, Inland

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