Zum Inhalt der Seite

DIW für Senkung der Mehrwertsteuer

Berlin. Das DIW kann auch sozial: Im Parteienstreit über »Entlastungen der Bürger« schlägt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin eine Senkung der Mehrwertsteuer vor. »Will man die Mehrheit der Bevölkerung mit den unteren und mittleren Einkommen steuerlich wirksam entlasten, ist eine Mehrwertsteuersenkung eine mögliche und zielgenauere Alternative«, sagte Institutschef Marcel Fratzscher in Berlin.

»Die unteren 20 bis 30 Prozent, die keine oder kaum eine Einkommenssteuer zahlen, haben weder etwas von Einkommensteuersenkungen noch von der Abschaffung des ›Soli‹.« Eine Senkung des Regelsatzes um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent würde die Verbraucher um rund elf Milliarden Euro entlasten. Würde der ermäßigte Mehrwertsteuersatz nur für Nahrungsmittel und den Nahverkehr um zwei Punkte auf fünf Prozent gesenkt, könnten Privathaushalte laut DIW mit 3,8 Milliarden Euro profitieren. Es steht zu befürchten, dass der Vorschlag von künftigen Regierungsparteien unbeachtet bleibt. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2017, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!