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Aufruf: »Ihre Freiheit ist auch unsere Freiheit«

In mehreren Städten finden am kommenden Donnerstag Mahnwachen und Protestaktionen zum Jahrestag der genozidalen Angriffe des »Islamischen Staats« (IS) auf die jesidische Bevölkerung der nordirakischen Sindschar-Region (kurdisch: Schengal) statt. Er wird als Internationaler Aktionstag gegen Feminizid begangen. »Die am 3. August 2014 begonnenen Angriffe und Massaker führten nicht nur zu einer humanitären Katastrophe, sondern hatten zum Ziel, die jesidische Religionsgemeinschaft auszulöschen. Als Mittel dazu richtete sich der Angriff systematisch gegen Frauen. Daher stellt dieser Genozid in seiner Form zugleich auch einen Feminizid dar«, heißt es im Aufruf der »Frauenfreiheitsbewegung der Êzidinnen« (TAJÊ).

Da vor drei Jahren Tausende Mädchen und Frauen von den Dschihadisten verschleppt, vergewaltigt und versklavt wurden, von denen viele immer noch in Gefangenschaft sind, ist der Aktionstag vor allem ihnen gewidmet.

Zentrales Motto: »Wir haben die verschleppten Frauen in Schengal nicht vergessen und werden es nicht, ihre Freiheit ist auch unsere Freiheit.«

In Berlin findet die Mahnwache am Brandenburger Tor statt. Weitere Orte in Deutschland gibt in Kürze Civaka Azad, das Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e. V., auf seiner Internetseite civaka-azad.org bekannt.

In der Dersim-Kulturgemeinde Berlin wird es am Abend eine Informations- und Diskussionsveranstaltung geben. Donnerstag, 3. August, 18 Uhr, Dersim-Kulturgemeinde, Waterloo-Ufer 5–7, 10961 Berlin-Kreuzberg

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2017, Seite 3, Schwerpunkt

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