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Trump: Transgender raus aus der Armee

Washington. US-Präsident Donald Trump will »Transgender«-Personen vom Militärdienst ausschließen. Das verkündete der Republikaner am Mittwoch über das Kurztextportal Twitter. Die Armee müsse sich auf den »entscheidenden und überwältigenden Sieg« konzentrieren und könne nicht mit den »enormen medizinischen Kosten« belastet werden, die mit dem Dienst von Transgender einhergingen, erklärte er zur Begründung. Als Transgender werden Menschen bezeichnet, die sich nicht oder nicht nur mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde.

Ashton Carter, Verteidigungsminister unter Barack Obama, hatte erst im Juni 2016 festgelegt, dass Transgender nicht mehr vom Militärdienst ausgeschlossen werden dürfen. Zugleich hatte er verfügt, dass Mitglieder der Streitkräfte auf Kosten des Pentagon ihr Geschlecht operativ ändern dürfen.

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Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, die LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender)-Community« schützen zu wollen. Sein aktueller Tweet ist nicht unbedingt ein Widerspruch zu dieser Aussage: Wer nicht Soldat ist, kann auch nicht erschossen werden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2017, Seite 15, Feminismus

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