-
17.07.2017
- → Inland
Wissenschaftlerin für 32-Stunden-Woche
Berlin. Nehmen Frauen nur eine kurze Auszeit für die Kinderbetreuung, haben sie mehr Nachteile im Beruf. Das geht aus einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hervor, über die der Tagesspiegel berichtet (Montagausgabe). Demnach würden Frauen, die schnell wieder in den Beruf zurückkehren wollen, seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Beschäftigte, die hingegen zwölf Monaten aus dem Beruf aussteigen, hätten weniger Probleme. Die WZB-Chefin Jutta Allmendinger führte dies darauf zurück, dass Frauen »noch heute als Rabenmütter bezeichnet« würden, wenn sie rasch wieder arbeiten wollen. Die Frauen würden dann als »unsympathisch« gelten. Grundsätzlich ließen sich die Benachteiligungen nur ändern, wenn die Erwerbsarbeit zwischen Männern und Frauen gleicher verteilt werde. Die Wissenschaftlerin plädierte für die 32-Stunden-Woche und für das Recht auf bezahlte Auszeiten vom Beruf. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!