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Allianz will 300 IT-Mitarbeiter loswerden

München. Der Stellenabbau beim Versicherer Allianz geht weiter. In der IT-Sparte Allianz Technology sollen 300 der rund 2.000 Mitarbeiter in der BRD entlassen werden, wie ein Sprecher am Montag bestätigte. Der Konzern bietet ihnen Abfindungen an. Allianz Technology hat weltweit etwa 8.000 Beschäftigte, unter anderem in Indien und Rumänien. Dort seien vorerst keine Streichungen geplant, so der Sprecher. Angestellte hatten zuvor berichtet, die Manager hätten zuletzt versucht, Tätigkeiten von der BRD an diese Niedriglohnstandorte zu verlagern.

Die Allianz will Kosten einsparen, um Mittel für den Unternehmensumbau zu beschaffen. Ein offizielles Stellenabbauprogramm gibt es allerdings nicht. Zuletzt hatte der Versicherer aber angekündigt, in der BRD innerhalb von dreieinhalb Jahren 700 Arbeitsplätze im Bereich »Schaden/Betrieb« zu »streichen«. Die Beschäftigten werden im Rahmen der Digitalisierung und Automatisierung aus dem Job gedrängt, weil immer mehr Tätigkeiten, etwa bei der Bearbeitung von Schadensmeldungen, ohne menschliches Zutun erledigt werden. Durch Altersteilzeitregelungen sollen in dem Bereich weitere 500 Arbeitsplätze vernichtet werden. Die Industrieversicherungs-Sparte AGCS hatte im Frühjahr ebenfalls den Abbau von 500 Stellen angekün-­digt.

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Die Folgen der Digitalisierung sind auch ein Kernthema bei den derzeit laufenden Tarifverhandlungen in der Branche. Verdi hatte für Montag Beschäftigte zum Streik aufgerufen. Mehr als 3.000 beteiligten sich laut der Gewerkschaft daran. Bereits am Freitag hatten allein in Stuttgart mehr als 1.000 Beschäftigte gestreikt. (Reuters/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.07.2017, Seite 5, Inland

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