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Frankreich: Kapitalist kauft sich frei

Paris. Der französische Multimilliardär Bernard Arnault hat sich durch Zahlung einer Geldsumme in unbekannter Höhe einen möglichen Strafprozess in Belgien erspart. Wie die belgische Justiz am Donnerstag mitteilte, akzeptierte der Chef des Luxusgüterkonzerns »Moët Hennessy Louis Vuitton« (LVMH) ein entsprechendes Angebot der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler hatten Arnault verdächtigt, bei einem später zurückgezogenen Einbürgerungsgesuch falsche Angaben gemacht zu haben. Ihm hatte deswegen ein Betrugsprozess gedroht. Arnaults Antrag auf die belgische Staatsbürgerschaft hatte 2012 in Frankreich einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil hinter dem Gesuch Steuersparpläne vermutet wurden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2017, Seite 2, Ausland

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