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Thailand zwingt ­Facebook zum Löschen

Bangkok. Die thailändischen Behörden haben ihre Androhung eines Banns gegen Facebook wegen angeblicher Kritik von Nutzern an der königlichen Familie vorerst zurückgezogen. Das Onlinenetzwerk habe zugesichert, die fraglichen Inhalte zu löschen, sagte der Generalsekretär der Regulierungsbehörde NBTC, Takorn Tantasith, am Dienstag. Thailand schützt das Königshaus mit einer äußerst strengen Gesetzgebung. Für Kritik oder gar Beleidigungen des Königs und seiner Familie drohen mitunter drakonische Haftstrafen.

In der vergangenen Woche hatte NBTC dem thailändischen Ableger von Facebook mit einer Anzeige und der Schließung des in dem südostasiatischen Land überaus beliebten Netzwerks gedroht, wenn es nicht bis Dienstag mehr als 130 »illegale« Einträge lösche. Nach Ablauf der Frist sagte Takorn: »Facebook kooperiert mit Thailand.« Gegen weitere 97 noch verbliebene Facebook-Seiten, die von den Behörden als problematisch eingestuft wurden, sollen Gerichtsbeschlüsse erwirkt werden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2017, Seite 15, Medien

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