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2.500 Verdachtsfälle in der Berufsarmee

Düsseldorf. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr hat seit dem Ende der Wehrpflicht im Jahr 2011 mehr als 2.500 neofaschistische Verdachtsfälle bei der Bundeswehr registriert. Das berichtete die Rheinische Post in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Sicherheitskreise. Im laufenden Jahr ging der MAD bislang 104 rechtsextremistischen Verdachtsfällen nach. Die Annahme habe sich aber nur bei wenigen – die Rede ist von höchstens sieben Prozent – erhärtet. Dazu zählen auch die neuesten braunen Zellen im deutschen Militär wie jene um den Oberleutnant Franco Albrecht, der sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar einen Anschlag geplant hatte. Außer ihm sind inzwischen auch ein Student sowie ein weiterer Soldat in Haft. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.05.2017, Seite 1, Inland

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