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Krise

Koblenzer Neonaziprozess spektakulär geplatzt

Koblenz. Einer der umfangreichsten Neonaziprozesse in der Bundesrepublik ist nach mehr als 300 Verhandlungstagen spektakulär geplatzt. Die Hauptverhandlung werde ausgesetzt, weil der Vorsitzende Richter Hans-Georg Göttgen mit Erreichen der Altersgrenze Ende Juni zwingend aus dem Dienst scheide und ein Prozessende bis dahin auszuschließen sei, teilte das Landgericht Koblenz am Dienstag mit. Die bis Ende Juni angesetzten Termine seien aufgehoben worden. Der weitere Verlauf des Verfahrens sei »derzeit ungewiss«. Der Mammutprozess gegen 26 Neonazis im Alter von 19 bis 54 Jahren läuft seit dem Sommer 2012. Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre unter anderem Linke attackiert, Hakenkreuze gesprüht, Autos in Brand gesetzt zu haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.05.2017, Seite 2, Inland

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